Effiziente Reinigung kommunaler Abwässer

Die biochemischen Prozesse bei der Reinigung kommunaler Abwässer sind mit moderner Verfahrenstechnik gut beherrschbar.

Beim Vergleich unterschiedlicher Verfahrenslösungen fällt auf, dass der technische und bauliche Aufwand zur Erreichung gleicher Reinigungsleistung, Schlammqualität und Prozessstabilität sehr unterschiedlich ausfällt. Die Investition in eine sinnvolle kommunale Abwassertechnik sollte daher von folgenden Kriterien abhängig gemacht werden.

  • Investitionskosten (Bau, Technik) und Flächenverbrauch
  • Variable Kosten (Energie, Schlammentsorgung, Abgaben, Personal)
  • ROI (Return on Investment)
  • Reinigungsleistung, Reinigungsdauer, Schlammalter
  • Geruchsentwicklung, Schlammstabilität
  • Prozessstabilität bei schwankender Hydraulik und Fracht
  • Störanfälligkeit, Wartungsaufwand und Reparaturanfälligkeit

Intelligente Steuerung von Stoffströmen

Das Belebtschlammverfahren gehört zu den effektivsten Methoden um kommunale Abwässer wirksam zu reinigen. Bei diesem Verfahren kann jede Anlagengröße  nach der ATV A 131 Richtlinie exakt ausgelegt werden.

Im Vergleich zu Tropfkörperanlagen, bei denen die schmutzabbauenden Bakterien und Kleinlebewesen auf festen Flächen immobil vorliegen, spielen sich die Abbauprozesse in frei schwebenden Belebtschlammflocken ab. Der optimale Abbau der Kohlenstoff- (CSB), Stickstoff- (Ammonium, Nitrat) und Phosphatverbindungen  setzt voraus, dass in jeder Phase (Nitrifikation/Denitrifikation) ein ideales aerobes, bzw. endogenes Milieu geschaffen wird. Erst dann kann der Organismus der unterschiedlich beteiligten Mikroorganismen höchste Stoffwechselleistungen erbringen.


Eine hohe Reinigungsleistung braucht daher:

  1. Eine prozeßabhängige, intelligente Steuerung der Stoffströme (Rücklaufschlamm, Umwälzung, Zufuhr/Klarwasserabzug, Schlammentnahme) in Verbindung mit
  2. einer hohen Belüftungsintensität (homogene Verteilung und lange Verweilzeiten der Luftblasen im Belebungsbecken).

Anlagen, die nach dem patentierten BIOCOS Verfahren arbeiten, erfüllen diese Voraussetzungen und bieten den Betreibern eine hervorragende Prozessstabilität und einen hohen Wirkungsgrad. Der nach einem speziellen Muster stattfindende Wechsel zwischen Nitrifikation (intensive, großflächige Belüftung) und Denitrifikation (endogen) findet beim BIOCOS Verfahren einem offenen System statt.

Unsere Ratema Inegnieure haben sich deshalb für das BIOCOS System entschieden, weil eine hohe Reinigungsqualität mit weniger Aufwand erreicht werden kann (Einsparung von Nachklärbecken. Räumer, Rücklaufschlammpumpwerk und dazugehörigen Rohrleitungen).

Ein Vorteil, der vor allen in weniger hochtechnisierten Ländern zum tragen kommt.